Aeonen-Magische Zeitalter

 

Aleister Crowley führte 1904 sein legendäres „Kairo Working“ durch. Eine magische Operation, in der er Kontakt aufnahm zu einem höheren Wesen, möglicherweise war es auch sein höheres Selbst (das ist die alte Frage: Wo wohnen die Dämonen in einem oder außerhalb seiner Selbst; beide Ansätze haben gleichberechtigt gute Argumente).

Er wurde zu diesem Kontakt befähigt durch seine Ausbildung und dem damit verbundenen Grad eines „Adepten“ im Hermetischen Orden des Golden Dawn. Denn um einen solchen Kontakt autentifizieren zu können ist eine gewisse Schulung in Sachen geisiger Disziplin von Nöten.
Aus diesem Kontakt erarbeitete er später sein Konzept von Thelema, das ich in einem anderen Beitrag erläutert habe.
Crowley erklärte dieses Wort zum Wort eines neuen Aeons: Dem Aeon von Horus.
Was ist damit gemeint mit der Aussage Wort des Äeons ?
Eine anderes Aeon oder Zeitalter war beispielweise das Zeitalter der Fische. Sein Begründer war Jesus Christus. Das Wort dieses Aeons ist die Liebe vor allem in seiner Form der Nächstenliebe. Crowley erklärte das Zeitalter der Fische für beendet und definierte eine neue Qualität: Tu was Du willst. Ihm ging es um Selbstverwirklichung und Individualisierung als primäre Lebensaufgabe und Energie dieses neuen Zeitalters. Es gilt zuerst auf sich selbst zu blicken und nicht ständig auf Andere wie im Fischzeitalter.

Man kann also sagen Jesus Christus ist der Magus des Fischezeitalters und Crowley der des Horuszeitalters. Beide haben die jeweiligen Energien identifiziert und manifestiert und ihre Magie hat bis heute große Wirkung.
Ein anderer aeonischer Magier ist beispielsweise Michael Aquino (er begründete das Zeitalter des Set mit dem Wort „Xeper“, was soviel heißt wie „ins Dasein gelangen“ und im gewissen Sinne eine Weiterentwicklung des Konzepts von Thelema darstellt).
Alle diese Aeonen haben die Gemeinsamkeit, das sie auf magischem Weg gefunden wurden. Es ist auch kaum anders möglich, denn es handelt sich bei den aeonischen Energien um kosmische Qualitäten, die auf magischen Wegen relativ gut zugänglich sind.
Die Aeonik gibt dem Handeln des Magiers einen Übergeordneten Sinn und Zusammmenhang. So arbeitet ein Magier des Fischezeitalters (und das sind fast alle christlichen Priester) mit der Qualität seines Aeons, der Liebe, und versucht diese Qualität in sich und um sich zu verwirklichen.
Abschließend möchte ich noch anmerken, das praktische Forschung auf diesem Gebiet zu der Erkenntnis geführt hat, das Aeonen nicht liniear nacheinander folgen und sich gegenseitig ablösen, sondern sie existieren quasi parallel.
Es ist durchaus möglich verschiedene aeonische Qualitäten gleichzeitig auszuleben und zu verwirklichen. Das ist wohl situationsabhängig (Frater Achat und Kenneth Grand argumentieren in diese Richtung).
Thelema ist ein Konzept das auf hermetischem Weg gefunden wurde. Der Zugang zu seinen Energien erfolgt über hermetisch/magische Techniken. Aeonik gibt dem magischen Tun Sinn und Richtung.

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