Die Kunst der Veränderungen

 

Magie ist die Kunst, Veränderungen herbeizuführen, im Einklang mit dem persönlichen Willen des Magiers“

Es lohnt sich sehr, auf diese Definition der Magie mal etwas näher einzugehen.

Grundsätzlich gesagt kommt hier die Haltung des Magiers zum Ausdruck.

Die Dinge geschehen „im Einklang mit seinem Willen“ bedeutet nichts anderes, wie dass sie im Idealfall so geschehen, wie der Magier es will. Oder anders gesagt, die Dinge gehen vom Magier aus. Sie brechen nicht über Ihn herein, er wird nicht von Ihnen überrascht, sondern er ist der aktiv Handelnde.

change_webWas ist nun dieser Wille des Magiers. Ein Aspekt ist sicher das, was Crowley mit Thelema meint: Es handelt sich um den höheren, den „wahren“ Willen des Magiers. Man könnte dazu auch höhere Bestimmung sagen. Handelt der Magier nach seinem Thelema, nach seiner „höheren Bestimmung“, so ist er auf seinem Weg. Er ist in seiner Energie und die Dinge um Ihn herum haben die Eigenschaft, sich wie von Zauberhand zurechtzulaufen. Er trifft die Menschen, die er braucht, findet die Bücher die er sucht, es tun sich Türen auf, die neue Möglichkeiten eröffnen und so weiter. Hat der Magier ein Gespür für diese Momente, so wird er die magischen Augenblicke und Synchronizitäten, die sich einstellen, sehr genau wahrnehmen.

Wie findet man nun seinen wahren Willen? Crowley schlägt dazu vor, Kontakt mit seinem Höheres Selbst aufzunehmen. Ich hab dazu bereits mal einen Artikel geschrieben.

Grundsätzlich ist es nötig, einer kritischen und ehrlichen Selbstreflektion und Selbstanalyse nicht aus dem Weg zu gehen. Sich selbst gut zu kennen ist die Basis für magisches Tun.

Hilfreich sind hier zum Beispiel die Seelenspiegel nach den vier Elementen.

Auch lohnt es sich sehr, Fremdbestimmungen in seinem Leben zu erkennen und umzuwandeln und Aspekte in seinem Tun zu identifizieren, wo der Wille sich bereits manifestiert, d.h wo ich bereits selbstbestimmt handle. Im „Vierten Weg“ von G.I. Gurdjieff wird dieser Prozess als „Erwachen“ bezeichnet, im Gegensatz zum „Schlaf“, in dem wir 95% unseres Lebens verharren.

Ein wichtiger Begriff über den es sich in diesem Zusammenhang lohnt nachzudenken ist sicher auch „Desire“ oder Verlangen. Nach was entwickle ich sehr starkes Verlangen und warum? Sich also über seine Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden und diese zusammen mit seinen persönlichen Zielen auch genau zu definieren, ist in diesem Zusammenhang sehr hilfreich.

Im alten Ägypten entstand in sehr alter Zeit der Mythos vom Kampf zwischen Seth und Osiris. Seth tötet Osiris, der daraufhin zum Herrscher über das Totenreich wird. Im übertragenen Sinne ist Seth der Gott der Veränderung und Osiris der Gott der Stasis, des Festhaltens an Althergebrachtem. Mit dem Mord an Osiris ermöglicht Seth Veränderungen und Evolution. Es geht weiter, es geht vorwärts.

Diese Energie greift der Magier auf. Er sucht die Veränderung, die Weiterentwicklung.

Osiris, der Gott der Stasis, ist sein Feind.

Dies ist gemeint mit der „Kunst, Veränderungen herbeizuführen“. 

The Art of Creating Change !

 

Ein sehr gutes Buch des Gurdjiff Schülers Ouspensky:

http://magie-blog.com
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