Ethik und Magie

 

Wer sich näher mit Magie beschäftigt, wird früher oder später über den Begriff Ethik stolpern und das ist gut so. Was darf der Magier, was nicht und wer bestimmt das.

Grundsätzlich muss gesagt werden, das in der Magie sehr viel möglich ist. Gerade deswegen sollte der Magus sich sehr ausführliche Gedanken über Ethik machen. Dabei wird man früher oder später über die Begriff Weiße und Schwarze Magie stolpern oder ganz allgemein gesagt über gut und böse. In diesem Prozess der Wertefindung sind die Begriffe Schwarz und Weiß jedoch nicht sehr hilfreich.

Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn, Ethik allgemeingültig zu definieren. Das Thema ist zu komplex. Gut und böse sind situationsabhängig und eben sehr stark von der Situation des einzelnen Individuums geprägt. Gesellschaftliche Definitionen von gut und böse haben sich allein in der von uns überschaubaren Geschichte sehr stark verändert. Es macht daher wenig Sinn, hier gesellschaftliche Konventionen unhinterfragt einfach zu übernehmen. Grundsätzlich gilt, daß der Magier stets bereit ist, die volle Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Für den Magier gibt es keinen Grund zu sagen, er tue dies und das weil es in irgendeinem Buch steht, oder irgendein Gott es von ihm verlangt. Er ist derjenige der handelt aus seinen Überzeugungen heraus und steht in seiner eigenen persönlichen Verantwortung.

Dies liegt in der Natur des Magiers und sollte sein Wesen bestimmen. Er wird niemals jemand anderem die Verantwortung für seine Entscheidungen zuschieben.

Aus diesem Grund wird er sein Handeln immer sehr gründlich hinterfragen. Das Resultat dieses Prozesses des Hinterfragens ist eine ganz persönliche, selbst entwickelte, selbstbestimmte Ethik, die im Regelfall sehr weitreichend ist. Der Magier ist sich seiner Macht bewußt.

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