Henochische Alchemie Teil 4 von Stefan Lööck

 

Das alchemistische System der henochischen Magie in Theorie und Praxis

Das Sigillum DEI AEMETH Teil 4

Das Sigillum DEI AEMETH ist wie eine Modelllandschaft des menschlichen Daseins. Es gleicht einem Bild von einem Menschen der in der Nacht auf einer Wiese liegt und hinauf zu den Sternen schaut. Das Pentagramm in der Mitte stellt diesen Menschen dar. Sein Bewusstsein erweitert und verändert sich während er in die unendliche Weite schaut. Deshalb ist es der Mond, der Engel LEVANAEL, dessen Name sich in der Mitte des Siegels befindet. Der Mond steht für die Veränderung der Wahrnehmung. Das Mondlicht taucht die Welt in einen silbernen Mantel. Man hört nachts besser. Wir vertrauen den Ohren mehr als den Augen. Das Ohr ist ein viel feineres Organ als das Auge. Wir sind in diesem Momenten nicht so stark nach außen orientiert, und nehmen Gefühle in uns stärker war. Der Mensch der zu den Sternen schaut vergleicht seine Gefühle mit den Wanderern (Planeten) am Himmel. Die Gefühle geleiten ihn immer tiefer in das eigene Sein, das, genau wie der Kosmos in den er schaut, unendlich tief zu sein scheint. Von den Emotionen die der Mensch spürt, gelangt er zum Ursprung der Gefühle und schließlich zur Essenz des Ganzen. Das innere Pentagramm steht nun für den Körper und für die Emotionen unseres Himmelguckers (Teil 1), die 7×4 Engelsnamen rund um die Mitte des Siegels innerhalb des Heptagramms stehen für die ursächlichen Gefühle (Teil 2) und der äußere Rand symbolisiert die Essenz des Seins. So deckt das Sigillum die drei Wesenssphären des Menschen ab: körperlich/emotional, Gefühlswelt und den unpersönlichen Teil in uns, anders ausgedrückt Körper, Seele, Geist, oder Physis, Psyche und Spiritus. Der dritte Teil rund um das Sigillum DEI AEMETH befasst sich nun mit dem äußeren Rand, der spirituellen Welt, mit der Welt der Essenzen.

Die spirituelle Welt ist heutzutage für viele Menschen zu abstrakt, und ihre Existenz wird häufig geleugnet. Doch so abstrakt ist sie gar nicht, sie ist nur unvorstellbar, weil sie sich nicht in Begriffe der Dualität zwängen lässt. Sie enthält das Potential aller Dinge die sein können, doch selbst ist sie NICHTS, wie ein weißes Blatt Papier das unendliche Möglichkeiten der künstlerischen Darstellung in sich trägt. Nehmen wir ein weiteres Bild:

Auf einer Theaterbühne sehen wir Schauspieler und Kulissen. Die Schauspieler spielen sehr emotional theatralisch. Die Kulissen und die Körper der Darsteller sind in diesem Bild der physisch/emotionale Bereich. Die Beweggründe der Schauspieler, die ursächliche Absicht ihrer Darstellung stellt die tiefe Psyche dar. Der Hauptgrund der die Menschen bewegt ist die Sehnsucht nach Verbundenheit. Auf der körperlich/emotionalen Ebene die sexuelle Verbindung, auf der Gefühlsebene die seelische Verbundenheit, und auf der spirituellen Ebene die Einheit mit dem Göttlichen. Diese göttliche Verbindung ist in unserem Beispiel die Bühne, der Raum in dem das Theaterstück stattfindet. Sie bleibt unbeweglich und unveränderlich. Sie ist selbst NICHTS, doch würde ohne die Bühne gar kein Theaterstück stattfinden. Sie enthält unsichtbar bzw. latent das Potential unendlich vieler Theaterstücke. Diese Bühne wird auf dem Sigillum DEI AEMETH vom äußeren Rand, den Gottesnamen und den Erzengeln repräsentiert. Im Falle unseres Sternenguckers ist es die schwarze Unendlichkeit in der sich die Planeten und die Sterne (scheinbar) bewegen. Schauen wir uns den Rand des Siegels genauer an:

Die Namen zwischen den Zacken des großen Heptagons

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Zwischen den Zacken des mittleren Heptagramms lesen wir 7 seltsame Namen. Schreiben wir diese untereinander, beginnend mit dem Namen rechts von der Spitze des Siegels (die Spitze ist dort, wo sich der Buchstabe Z des Engels ZABATHEL befindet, und die vier Namen der Sonnensöhne und Töchter aufgereiht sind, E,S,I,E(l) ), erhalten wir folgende Tabelle:

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Es ist dieselbe Tabelle die den Söhnen und Töchter des Lichts (Teil 2) zu Grunde liegt, und gehen wir vom oberen linken S aus, und verfolgen die Buchstaben in Form eines Blitzes diagonal nach links folgend, lesen wir wieder unsere 7 Hauptengel aus der Mitte:

SABATHEL , Saturn

ZEDEKIEL , Jupiter

MADIMIEL , Mars

ESEMIEL , Sonne

NOGAHEL , Venus

CORABIEL , Merkur

LEVANAHEL, Mond

Für die Namen zwischen den Zacken des Heptagramms wurde die Tabelle von links nach rechts gelesen. Jeder Name enthält die Essenz aller Planeten, denn jeder Buchstabe ist die Wurzel einer ursächlichen Energie (Siehe Teil 1)

Dies sind die Engel der Planetenessenzen, die Erzengel:

SAAILMEL (Erzengel des Mondes)

BTZKASE (Erzengel des Merkur)

HEIDENE ( Erzengel der Venus)

DEIMOELA (Erzengel der Sonne)

ILMEGCBE (Erzengel des Mars)

ILAOILVN (Erzengel des Jupiter)

IHRLAAL (Erzengel des Saturn)

Das äußere Heptagon

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Das Heptagramm (7 Stern), das das Pentagramm in der Mitte umgibt, wird von einem Heptagon (7 Eck) eingerahmt. Dieses Heptagon besitzt jeweils 7 Spalten über den Engelsnamen der Planetenessenzen. Beginnen wir wieder rechts von der Spitze des Sigillums, und schreiben die Namen untereinander, erhalten wir das folgende magische Quadrat:

Z l l R H i a

a Z C a a c b

p a u p n h r

h d m h i a i

K K a a e e e

i i e e l l l

e e l l M G +

Es sind die „Namen Gottes“ und wenn man sie tatsächlich aussprechen will, dann scheint einem dies unmöglich. Das steht im kabbalistischen Kontext, denn es heißt in der Kabbalah, dass der oder die wahren Namen Gottes unaussprechbar sind. Meiner Meinung nach ist es auch nicht notwendig, denn die Namen haben nach meiner Interpretation den Sinn, die Drehrichtung der Energie anzuzeigen. Sie dreht sich gegen den Uhrzeigersinn! Wie komme ich da drauf? Nehmen wir den ersten Buchstaben des ersten Gottesnamen Z, gehen dann weiter zum zweiten Gottesnamen und nehmen den ersten Buchstaben a, und so weiter, erhalten wir den Namen des Engels ZAPHKIEL. Das Siegel müssen wir gegen den Uhrzeigersinn in unserer Hand drehen um dies lesen zu können. Der Name ZAPHKIEL endet beim Gottesnamen ZllRHia. Da die Groß- und Kleinschreibung nicht zufällig ist gehen wir jeweils von den Großbuchstaben aus. Wir nehmen immer den Buchstaben in der nächsten Zeile, aber in derselben Spalte. Ist die siebenfache Drehung der Scheibe beendet, gehen wir zur nächsten Zeile über. Es kristallisieren sich 7 Engelsnamen heraus. In der Tabelle sind die Namen lesbar, wenn wir von dem Z oben links senkrecht nach unten gehen, in die zweite Spalte rutschen, und dort den nächsten Engelsnamen finden. Folgende Engel sind in den Gottesnamen versteckt:

ZAPHKIEL

ZADKIEL

CUMAEL

RAPHAEL

HANIEL

MICHAEL

GABRIEL

Es sind andere Engel als die 7 die uns bisher begleitet haben. Diese sieben Engel sind kabbalistische Erzengel. Jeder von ihnen wird einer Sephirah am Baum des Lebens zugeordnet. Gleichzeitig werden den Sephiroth auch Planeten zugeordnet. So handelt es sich wiederum um Planetenengel, nur befinden sich diese in ihrer Funktion als Erzengel auf einer feinstofflicheren Ebene. Sie sind die Vermittler, die Brücken zur göttlichen bzw. spirituellen Ebene. Die Zuordnung zum Baum des Lebens sieht so aus:

ZAPHKIEL Sephirah BINAH Planet Saturn

ZADKIEL Sephirah CHESED Planet Jupiter

CUMAEL Sephirah GEBURAH Planet Mars

RAPHAEL Sephirah TIPHARETH Planet Sonne

HANIEL Sephirah Netzach Planet Venus

MICHAEL Sephirah HOD Planet Merkur

GABRIEL Sephirah JESOD Planet Mond

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Ist es sinnvoll sich auch noch mit der Kabbalah zu beschäftigen um die henochische Magie zu verstehen? Es ist nicht zwingend notwendig. Es ist eine Ergänzung wenn man mehr über die Beschaffenheit der Energien wissen will. Wenn wir das Sigillum praktisch anwenden, ist dieses Wissen nicht von Belang. Für uns ist es wichtig, dass die Gottesnamen des Sigillum Brücken zur spirituellen Welt sind, und die Drehrichtung der Energie gegen den Uhrzeigersinn verläuft. Wie wir dieses Wissen anwenden können, zeige ich im praktischen Teil dieses Artikels.

Die Sigillen der Planetenenergien und der äußere Rand

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Nachdem wir die Erzengel verlassen haben, gelangen wir in den freien Raum, in den Kosmos, in die spirituelle Welt. Hier existieren keine Namen bzw. nur noch komprimierte Namen der Planeten. Sie werden in so genannte magische Sigille dargestellt die Edward Kelley, der Seher des John Dee, in seiner Trance übermittelt bekommen hat. Sie befinden sich auf dem DEI AEMETH über den Gottesnamen.

Man kann sich das so vorstellen, das die Sigille die Urenergie darstellen aus denen die Planeten erschaffen wurden und die jetzt noch in ihnen schlummert. Wir kehren zu einem Zeitpunkt zurück, als unser Sonnensystem eine wirbelnde Energiemasse war, und sich Sonne und Planeten erst später aus dieser bildeten. Die wirbelnde Energie wird auf dem Sigillum mit Hilfe des äußeren Rands nachempfunden. Die scheinbar willkürlich verteilten Buchstaben und Zahlen sind eine Art Code. Entschlüsselt man den Code, erfährt man die Namen der Urenergien der Planeten. Das funktioniert folgend:

Die Großbuchstaben sind die Anfangsbuchstaben der Namen der Urenergien. Beginnen wir mit dem ersten Großbuchstaben rechts von der Spitze. Wir lesen ein großes T und die Zahl 4 oberhalb des Buchstabens. Nun ist es so, dass die Zahlen die Anzahl der Zeilen anzeigt, die wir auf der Scheibe weiter nach rechts oder links rücken. Steht die Zahl oberhalb des Buchstabens bedeutet dies, das wir nach rechts weiter lesen, steht die Zahl unten lesen wir links weiter. Gesellt sich keine Zahl mehr zu dem Buchstaben, so ist das Ende des Namens erreicht. Diese Rechts-Links-Drehung simuliert das Wirbeln der Urenergie.

Gehen wir also vom T ausgehend vier Felder nach rechts, stoßen wir auf den Buchstaben h mit einer 22 oberhalb von diesem. Wir gehen also 22 Felder nach rechts. Wir lesen A mit einer 11 drüber. Wir gelangen zu einem kleinen a mit einer 5 unterhalb des Buchstabens. Also 5 Felder nach links, gelangen wir zu einem o und einer 10 unterhalb. 10 Felder nach links, erhalten wir t und eine 11 unten. Nun kommen wir zu einem kleinen h ohne Zahl. Das Ende des Wortes ist erreicht. Unser erster Name einer Energie heißt:

ThAaoth

Nach diesem Muster gehen wir weiter vor, und erhalten weitere sechs Namen:

Galethog

Galas

Gethog

Horlwn

Innon

Aaoth

Dies sind die Namen der 7 Urenergien aus denen sich später die Planeten, unsere Sonne und unser Mond heraus kristallisieren. Ich glaube es war der GOLDEN DAWN der diesen 7 Namen den Planeten zuordneten. Es wurde jedoch nicht von John Dee und Edward Kelley überliefert. Die Zuordnung hinkt ein wenig, denn jeder Name enthält die Energie jedes Planeten. Letzten Endes war es das Zusammenspiel aller Energien die das Sonnensystem erschuf. Das sollte man im Hinterkopf behalten wenn man praktisch mit den Namen arbeitet. Die Zuordnung geschah so:

Galethog – Sphäre des Mondes

Aaoth – Sphäre des Merkur

Innon – Sphäre der Venus

Horlwn – Sphäre der Sonne

ThAaoth – Sphäre des Mars

Gethog – Sphäre des Jupiter

Galas – Sphäre des Saturn

Orientieren wir uns an den Sigillen, so können wir jeden Zwischenraum des großen Heptagramm für eine Sphäre halten. Das Sigill, das wie ein Reichsapfel aussieht und im Kreis die Buchstaben og trägt, gehört zu Galethog, das große H mit den zwei waagerechten Strichen, und das in der Mitte einen senkrechten Strich hat, welcher in einem Kreis endet, gehört zu Aaoth. Das große T mit einem Kreis gehört zu Innon, Das Sigill XE gehört zu Horlwn, das liegende Kreuz mit einem großen L gehört zu ThAaoth, das große A mit einem Kreuz daneben gehört zu Gethog, Das G mit dem Kreuz oberhalb zu Galas. Der Gottesname und der Name des Erzengels befinden sich ebenfalls zwischen den Zacken des Heptagramms also gehören auch sie zur jeweiligen Sphäre. So lassen sich folgende Gottesnamen und Erzengel zu den Sphären gruppieren:

Galethog=Mondsphäre, Gottesname ZllRHia, Erzengel SAAI(l)ME(l)

Aaoth=Merkursphäre, Gottesname aZCaacb, Erzengel BTZKASE(l)

Innon=Venussphäre, Gottesname paupnhr, Erzengel HEIDENE

Horlwn=Sonnensphäre, Gottesname hdmhiai, Erzengel DEIMO(el)A

ThAaoth=Marssphäre, Gottesname Kkaaeee, Erzengel I(l)MEGCBE

Gethog=Jupitersphäre, Gottesname iieelll, Erzengel ILAOI(el)VN

Galas=Saturnsphäre, Gottesname eellMG, Erzengel IHRLAA(l)

Zur Übersicht hier die Verteilung der Planeten(energien) auf dem Sigillum DEI AEMETH

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Praktischer Teil

Vorbereitung:

Es ist sinnvoll sich ein Sigillum DEI AEMETH selbst zu malen oder aus dem Internet auszudrucken. Der Durchmesser beträgt traditionell 9 Zoll (ca. 22,9 cm). Mein Sigillum besitzt ein Durchmesser von 13 Zentimetern, und genügt auch vollkommen. Mit dem Siegel in der Hand kann man die Drehbewegungen selbst durchführen, und es wird dadurch realer für die Sinne.

Die Aussprache der henochischen Namen unterliegt keiner überlieferten Regel. Der GOLDEN DAWN empfiehlt diese einfach nach Gehör durchzuführen, und Selbstlaute dort einzufügen wo es gut klingt. Es gibt zwei Sonderregeln: Das Z wird SOD ausgesprochen, und das G wie DSCH.

Adelair S. Kelcrow beschreibt in seinem Buch „Einweihung in die henochische Matrix“ folgende Regel:

Wenn ein Selbstlaut bereits im Wort vorhanden ist führt man diesen fort, bis ein neuer Selbstlaut erscheint. Befindet sich zu Beginn des Wortes kein Selbstlaut, so benutzt man den Selbstlaut der im henochischen Alphabet als nächstes kommt.

Aus dem Erzengel I(l)MEGCBE wird dann Ilmedschkebe. Aus dem Erzengel BTZKASE wird Batasodkase.

Desweiteren ist es zu empfehlen sich die henochische Schreibweise der Buchstaben zu merken. Wenn man die jeweiligen Energien beschwört, ist die Vorstellung der Namen in henochischer Schrift für das Spüren der Kraft zuträglich.

Wer Probleme mit Visualisierung hat, fängt am besten mit einfachen geometrischen Figuren an. Für die henochische Magie ist Visualisierung unabdingbar.

Für die magische Reise halte man sich ein Notizbuch in Reichweite. Dort können Eindrücke, Sprachfetzen oder Zeichnungen festgehalten werden, die man während der magisch/schamanischen Reise sieht, hört oder fühlt. Eine halbe Stunde in einem ruhigen Raum genügt. Man kann einen Meditationshocker benutzen, einen Stuhl oder sich während der Reise hinlegen. Zum Hinlegen empfiehlt sich die Reisehaltung die Michael Harner in seinem Buch „der Weg des Schamanen“ beschreibt: Man lege sich auf den Rücken. Die rechte oder linke Hand bedeckt die Augen während die andere neben dem Körper liegt. Die Beine liegen parallel nebeneinander. Das scheint nur im ersten Moment ungemütlich zu sein. Der Körper gewöhnt sich da dran, wie er sich auch an eine Meditationshaltung im Sitzen gewöhnt. Man kann (muss aber nicht) unterstützend eine Art „Musik“ hinzuziehen. Ich verwende die Töne der jeweiligen Planeten wie sie von der NASA aufgenommen wurden. Diese findet man bei YouTube. Sie unterstützen den Trancezustand und dienen als Zeitmesser.

Beispiel einer Reise zur Sphäre der Venus

1. Phase Versetzen in den Trancezustand und erste Kontaktaufnahme mit der Planetensphäre mit Hilfe des Körpers.

Wir setzen oder legen uns hin. Den Trancezustand erreichen wir durch rhythmisches Atmen. Dazu atmen wir ein und aus ohne eine Pause dazwischen zu machen. Währenddessen rezitieren wir den Namen des Engels des Mondes LEVANAEL.

Einatmen – LE-VA-NA-EL

Ausatmen – LE-VA-NA-EL

Einatmen – LE-VA-NA-EL

Ausatmen – LE-VA-NA-EL

….

Spätestens in 10 Minuten werden wir uns in einem Trancezustand befinden. Der Körper ist entspannt, doch der Geist ist wach.

Als nächstes wandert unsere Aufmerksamkeit zu unseren Nieren. Wir können uns sie ganz klar vorstellen in einem schwarz glänzendem Licht. Wir chanten den Namen des Engels

NOGAHEL

Spüren wir ganz deutlich unsere Nieren, so führen wir ihre Energie zu unserem Bauchnabel, formen aus der Energie eine schwarze Kugel, und lassen sie in der mittleren Säule unseres Körpers kreisen: Wir führen die Kugel hinunter über unsere Genitalien zu unserem Steißbein. Von dort aus wandert sie die Wirbelsäule hinauf bis zum Scheitel. Über die Körpervorderseite gelangt sie wieder zum Bauchnabel. Die Reise geht von vorn los. Die Energie steigert sich. Wenn wir das Gefühl haben, dass die Kugel genügend aufgeladen ist kommt sie über unserem Bauchnabel zur Ruhe.

2. Teil der magische Kreis

Wir nutzen die Energie aus der schwarzen Kugel, und projizieren mit ihr den Sohn des Sohnes des Lichts. Dieser befindet sich vor uns, und dies ist der Osten unseres magischen Kreises (es ist egal ob sich dort tatsächlich der geographische Osten befindet). Im Falle der venusianischen Sphäre ist es der Engel

AVE

Es ist ein männliches Kind in einer purpurnen Robe. Auf dem Kopf trägt er den Hut eines Studenten oder die Kopfbedekung eines Priesters. Er hat ein grünes Dreieck auf der Brust auf dem sein Name steht.

Hinter uns befindet sich der Westen. Dort projizieren wir die Tochter der Tochter des Lichts für die Venus. Es ist

ATH

Es ist ein weibliches Kind in weißer Kleidung. Auf ihrer Brust befindet sich ein quadratischer Schild aus weißem Eisen auf dem ihr Name steht.

Im Süden (rechts von uns) befindet sich der Sohn des Lichts. Er gehört zur Sphäre des Mondes (warum dies so ist siehe Teil 2). Sein Name ist

IH

Es ist ein junger Mann in weißer Kleidung. Er trägt ein roter, quadratischer Schild auf der Brust auf dem sein Name steht. Die rechte Hand hat er erhoben, und in dieser befindet sich eine silberne Kugel.

Links von uns befindet sich der Norden und die Tochter des Lichts. Ihr Name ist

ESE

Sie ist eine junge Frau in grüner Seide gekleidet. Auf ihrer Stirn befindet sich ein blaues Dreieck in dem ihr Name steht.

Spüren wir die Engel um uns herum. Nehmen wir sie ganz und gar wahr, besonders mit unserem Gefühl. Wenn einer dieser Engel uns etwas mitteilen will, werden wir dies telepathisch und/oder empathisch merken.

3. Teil Eins-Werden mit dem Erzengel

Diese Methode ist eine traditionelle magische Methode. Der GOLDEN DAWN praktizierte diese vor allem mit den ägyptischen Göttern. Wir werden in dieser Übung eins mit den henochischen Erzengeln.

Die vier Engel um uns herum beginnen gegen den Uhrzeigersinn um uns herum zu laufen. Sie werden dabei immer schneller, bis wir nur noch wirbelnde Energie spüren. Ist das Gefühl stark genug rufen wir den Erzengel der venusianischen Sphäre:

„Ehrwürdige HEIDENE! Gewähre mir deine Weisheit und vereinige dich mit mir!

Ich bin HEIDENE! Wir sind EINS!“

Während wir HEIDENE beschwören visualisieren wir das Sigill der Venus vor unserem inneren Auge. Dieses ist das große T mit dem Kreis unter dem Querbalken.

Es kann sein, das wir eine Vision des Erzengels erhalten. Sein oder ihr astraler Körper senkt sich auf unsere Gestalt hinunter, und unsere Aura vermischt sich mit der Energie des Erzengels. Dies ist in der Regel ein sehr wundervolles Gefühl. Man bekommt einen Eindruck davon ohne Ego, ohne persönliche Identifikation, zu sein.

Haben wir genug Eindrücke gesammelt, gehen wir im Zeitraffer die Stationen wieder zurück. Wir entlassen die Energie des Erzengels mit einem Gefühl des Dankes. Die wirbelnde Energie um uns herum wir langsamer, und formt sich wieder zu den vier Engeln des Lichts. Ihre Körper lösen sich auf, und ihre Energie sammelt sich über unserem Bauchnabel, verdichten sich zu einer schwarzen Kugel. Wir halten unsere Hände über den Bauchnabel und öffnen die Augen.

Nun ist Zeit für Notizen und/oder Zeichnungen.

S. Lööck

http://magie-blog.com
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