Huna – Magie aus Hawai – ein Gastbeitrag von H.Zett

 

Huna

der Weg zur Ganzheit

von H. Zett

Huna ist ein Begriff aus der hawaiianischen Sprache, der in den letzten Jahrzehnten in der westlichen Welt immer bekannter wurde.

Huna kann man als eine esoterische Interpretation eines Teiles der alten schamanistisch geprägten Naturreligion Hawaiis bezeichnen. Wir liegen richtig, wenn wir es als psychologisch, religiöses Gedankensystem mit magischen Akzenten ansehen.

Huna bedeutet „Geheimnis, oder geheimes Wissen“ und dieses Geheimnis oder Wissen, eröffnet Möglichkeiten, die an Wunder grenzen. Die vielleicht interessanteste Möglichkeit, die Huna bietet, ist die Tatsache, dass man auf diesem Weg sein Schicksal frei gestalten kann, indem man unerwünschte in erwünschte Zukunft umwandelt.

huna_webKommen wir aber zuerst zu dem Entdecker des Huna-Geheimnisses, dem amerikanischen Sprachforscher Max Freedom Long. Long der in den 1920er Jahren auf Hawaii, als Lehrer tätig war, wollte die Naturreligion der hawaiianischen Urbevölkerung entdecken und erschließen. Fasziniert von den für ihn eindrucksvollen Fähigkeiten der Kahunas (der Priester und Schamanen Polynesiens), denen er zutraute über magische Kenntnisse zu verfügen, versuchte er deren geheimes Wissen zu entschlüsseln. Die Priester und Wissenden der Hawaiianer verweigerten sich aber einer tiefergehenden Zusammenarbeit. Warum sollten sie auch einem Vertreter derjenigen Rasse etwas von ihren Gebräuchen und Wissen anvertrauen, die sie seit der Entdeckung ihrer Inseln und durch die Kolonisierung der Weissen in ihrer Arbeit immer weiter beschnitten haben. Die Kahunas wurden mit der Zeit sogar ganz mit Arbeitsverbot belegt, damit die Übernahme der Eingeborenen schneller gelinge.

Der Kurator des Bishop-Museums in Honolulu, ein Dr. William Tufft Brigham hatte schon eine 40jährige Feldforschung betrieben. Dieser berichtete Max Freedom Long von den geheimnisvollen Taten der Schamanen, weil er mehrmals dabei war und einmal mit ihrer Anleitung über sehr heiße Lava laufen durfte. Dabei ist soweit nichts passiert außer dass seine Schuhsolen verbrannten, aber seine Füße unversehrt blieben.

Dr. Brigham übergab schließlich 1922 die Erkenntnisse seiner Lebensarbeit an Long weiter. Er hatte unter anderem erkannt:

  1. Es muss eine besondere Form von Bewusstsein geben das diese außergewöhnlichen Möglichkeiten und Veränderungen bewirkt.

  2. Es muß eine besondere Energie vorhanden sein.

  3. Es muß eine spezielle Substanz geben, durch welche diese Energie wirksam wird.

Heute wissen wir, dass er das richtig erkannt hatte.

  1. Die besondere Form des Bewusstseins ist das Hohe Selbst. Es ist der höchste Teil unseres Seins. Es ist vollkommen und jederzeit bereit, unserem Alltagsbewusstsein bei der Bewältigung der Aufgaben des Lebens, hilfreich zur Seite zu stehen, sobald wir es erkannt haben und darum bitten.

  2. Die besondere Energie ist Mana. Sie ist die Lebensenergie.

  3. Die spezielle Substanz ist AKA, oder Schattenkörperstoff.

Im Laufe dieses Artikels erkläre ich diese Begriffe noch genauer.

Doch kommen wir zurück zur Arbeit und Person Max Freedom Long`s. Er war genau der richtige Mann, zur richtigen Zeit, am richtigen Platz.

Warum ? Long war Sprachlehrer und schrieb in seiner Freizeit Kriminalromane, beschäftigte sich unter anderen mit Kryptografie, also der Entschlüsselung von Texten und Zahlen zur Gewin-nung von verborgenen Informationen.

Er glaubte dass sich praktisch die gesamte Lehre der Kahunas in kodierter Form in Aufbau, Wortschatz und Struktur der hawaiianischen Sprache widerspiegele. Denn wenn ich mit etwas umgehe, muß ich auch Wörter dafür haben.

Durch jahrelange Forschungsarbeit, eruierte er schließlich die wesentlichen Zusammenhänge des Geheimnisses, er erkannte, dass die Kahunas den menschlichen Geist in drei Bewusstseins-Ebenen unterteilten:

Zum ersten , das Untere Selbst oder auf hawaiianisch Unihipili. Es ist das Unterbewusstsein und Träger der Begierden, Leiden-schaften und Empfindungen des Menschen. Das innere Kind ist ein moderner Ausdruck davon. Es ist der Sitz der Erinnerung des Menschen und übt die Kontrolle über die unwillkürlichen Mus-kelbewegungen des Körpers aus. Es reagiert besonders auf die Qualität der Gedanken. Es ist empfänglich für Eindrücke und Suggestionen.

Das Wort Unihipili ist eine Zusammensetzung aus verschiedenen Einzelbegriffen : so bedeutet Unihi – Grashüpfer, klein, dünn und U – hervorstehen, auf Zehenspitzen stellen, Schmerz, Trauer und Ausdruck von Gefühl. Und Pili – an etwas kleben oder haften, PiliPili meint die permanente Anhaftung.

Wie gut treffen diese Ausdrücke auf das untere Selbst zu. Das Untere Selbst nehme ich hellsichtig als kleines Kind von ca. 4-6 Jahren wahr, das uns ständig begleitet. Sei es dass es neben uns herspringt, oder im Körper steckt und uns seine Bilder hoch-schickt. Wenn jemand mit sich redet, dann spricht er immer mit seinem Unteren Selbst, das uns mit Gefühl oder inneren Bildern antwortet.

Sie haben bestimmt schon die Erfahrung gemacht, dass ihnen plötzlich witzige Situationen einfielen, bei denen sie unwillkürlich lachen mussten. Da spricht das Kind mit Ihnen, dass Spaß haben will und gerne mit ihnen spazieren geht.

Zum zweiten benannten die Kahunas das Alltagsbewusstsein UHANE (Mittleres Selbst). Es ist das Werkzeug für die Tätigkeit des Denkens und des vernüftigen Urteilens. In ihm manifestiert sich das Selbst als Intellekt. Es ist der Sitz der Willenskraft. Das Mittlere Selbst hat nur ein Kurzzeitgedächtnis. Uhane ist unser bewusstes Selbst, jenes Selbst mit dem wir in unseren wachen Stunden eins sind und mit dem wir uns in dieser Gesellschaft am meisten als Ich identifizieren. Sein Sitz ist im Gehirn zu lokalisieren. Unser mittleres Selbst ist dualistisch, das heisst es unterscheidet zwischen gut und böse und bildet Glaubenssätze, die wiederum das untere Selbst programmieren.

Demzufolge ist Uhane, Unihipilis Lehrer weil, das Mittlere Selbst Visionen erarbeiten kann und Ziele setzt, Dinge überprüft und seinen Willen einsetzt um zu Ergebnissen zu kommen.

Der Begriff UHANE bedeutet im hawaiischen Seele oder der Geist eines Menschen, heiliger Geist, Verstorbener; Geist, lebt weiter nachdem der physische Körper gestorben ist.

Zum dritten wussten die polynesischen Schamanen, dass es noch eine darüber liegende Bewusstseinsebene gibt, die sie Aumakua (Hohes Selbst) nannten. Es bedeutet: elterlicher absolut ver-trauenswürdiger Geist sowie Vorfahren die vor langer Zeit starben und zu Göttern wurden. Makua: Vater und Erzeuger. Ma ist die aufsteigende Feuerkraft.

Aumakua ist das intelligenteste unser drei Selbste. Man könnte es als Überbewusstsein, übernatürliches Selbst oder als höchste Bewusstseinsebene unseres Wesens bezeichnen. Es ist unser „göttliches Potential“, weil Akua auch soviel bedeutet wie „die Eigenschaften eines Gottes besitzen“.

huna2_webUnser Hohes Selbst ist sich der anderen zwei Selbste vollkom-men bewusst. Sein Daseinszweck besteht darin, diese beiden Selbste in ihrem Wachstum zu unterstützen und ihnen zu helfen sich durch Erfahrung von Unwissenheit zur Weisheit zu entwickeln.

Der Schutzengel unserer Kinderjahre ist niemand anderes als das Hohe Selbst. Wir wären gar nicht mehr am leben, wenn wir nicht diesen gütigen und wachen Begleiter hätten.

Das Hohe Selbst schwingt immer im Zustand der universellen Liebe und kann uns aus dieser Position heraus am besten helfen, weil dessen Überblick viel umfangreicher, als der vom Verstand ist.

Als ich mein Hohes Selbst kennen lernte sah ich es zum ersten Male als weisse Taube, dann beim nächsten Kontakt als Engel mit heller Kleidung, so erkannte ich, dass das Hohe Selbst keine Form hat, sondern der menschliche Geist meint Form brauchen zu müssen um Dinge einzuordnen.

Wir können unser Hohes Selbst ganz bewusst kontaktieren und das geht aber nur über das Untere Selbst, um Wünsche zu erfüllen, Situation zu unserem Fortschritt zu ändern, spirituelle und materielle Erfahrungen machen.

Wichtig ist dabei aber der Grundsatz im Huna, dass das eigene Wohl nicht auf Kosten anderer, sondern zu Wohle aller erreicht wird. (z.B. wenn ich eine ungünstige Situation ändern will, dann bitte ich das Hohe Selbst die Situation zum besten Aller, an der Situation beteiligten, zu wenden).

Als weiteren Baustein im Huna –Weltbild sprach ich schon weiter vorne von der Lebenskraft die MANA genannt wird.

Das Konzept der Lebenskraft ist universell. Wahrscheinlich eines der ältesten „ Äquivalente“ ist Prana, was im Hindi „absolute Energie“ bedeutet. Da Yoga – Unterricht und Praxis in allen teilen der westlichen Welt beliebt sind, haben wir dadurch ein besseres Verständnis für Energie die verstärkt und geleitet werden kann.

Genauso alt und besonders wichtig für ein ganzes Gesundheits-system ist Chi`i, das durch die Kanäle oder Meridiane fließt und mit Akupunkturstichen am Körper manipuliert werden kann.

Die japanischen Äquivalente sind das Ki und die universelle Form das „Reiki“.

Mana bedeutet übrigens in ganz Ozeanien auch persönliche Macht und Charisma.

Mana ist die Lebenskraft, die wir durch Verbrennen der Nahrung im Körper erzeugen. Vitalkraft kann ich zusätzlich auch durch den Atem gewinnen, oder durch die Energie der Sonne, der Bäume, usw.

Ohne Mana gibt es kein Leben, wo der Mana-Vorrat beschränkt ist gibt es keine Gesundheit, keine Stärke und wenig Wachstum in irgendeinem Lebensbereich. Wo Mana reichlich vorhanden ist, finden wir Glück, Gesundheit, Harmonie und es herrscht Zufrie-denheit in uns.

Die Kahunas erkannten, daß jedes unserer Selbste eine eigene Form von Mana für seine Aufgaben hat. So entnimmt das Untere Selbst Mana aus der Nahrung und der Luft und speichert es in seinem Aka-Körper (ein anderer Begriff, wäre Ätherkörper der Aura), gibt jedoch auch dem Mittleren und Hohen Selbst davon ab.

Wird Mana als Energie vom Mittleren Selbst benutzt erfährt es eine subtile Veränderung. Die Kahunas nannten dies „teilen des Wassers“ und bezeichneten diese Form als Mana-Mana. Das Mittlere Selbst benötigt diese Energie zum denken, schlussfolgern, sich Vorstellungen machen und seinen Willen einzusetzen.

Das Mana das dass Hohe Selbst benutzt, nennt man Mana-Loa, Diese höchste Form von Mana ist mit Energien aus dem Uni-versum und höheren geistigen Quellen kombiniert. Damit bewirkt das Hohe Selbst Veränderungen in unserem Leben und lässt Segen aus kosmischer Ebene zu uns fließen.

In westlichen Begriffen kann man die Energie des Unteren Selbst mit einer niedrigen Spannung, aber einen großen Stromstärke benennen. Beim Mittleren Selbst ist die Spannung verdoppelt und die Stärke verringert. Und das Hohe Selbst verfügt über die höchste Spannung.

Der Begriff AKA-Körper ist vorhin gefallen. Die Polynesier be-trachteten alles aus einer feinstofflichen Substanz aufgebaut, die sie Aka nannten. So bedeutet Aka Schattenkörper, in etwa vergleichbar mit dem Konzept der Aura.

Es besitzt jedes der drei Selbste einen eigenen Schattenkörper.

Der Schattenkörper des Unteren Selbst enthält die Blaupause des physischen Körpers. Der Aka-Körper des unteren Selbst ist auch ein guter Leiter und Speicher für Vitalkraft. Das Untere Selbst kann aus seinem Schattenkörper auch Finger oder Schnüre formen, diese aussenden und anheften. Diese nennt man Aka-Schnüre. Die Aka-Substanz hat die Fähigkeit, sich unbegrenzt auszudehnen ohne zu reißen, und an allem festzuhaften, mit dem sie einmal in Berührung gekommen ist. Alles, was wir (auch mit unseren Gedanken) einmal berührt haben, bleibt durch unsichtbare Fäden mit uns verbunden. Diese winzigen Fäden sind solange bedeutungslos, solange sie nicht benützt werden. Durch Benutzung aber werden sie aktiviert – und bei wiederholter Benutzung durch immer neue Fäden verstärkt, bis uns schließlich ein starkes Band aus Aka-Fäden mit dem jeweiligen Gegenstand oder Menschen verbindet. So entsteht eine reissfeste Bindung (Beziehung) zu allem, mit dem wir ständig in Kontakt stehen (Kinder, Partner, usw.). Diese verbindenden Fäden gehen vom Solar-Plexus des eigenen Aka-Körpers aus und laufen in die verschiedensten Richtungen.

huna3_webSie können mit ihrem inneren Sehsinn diesen Fäden auch entlanggehen und wissen wer gerade was von ihnen will. Hell-sichtigkeit fängt so an

Im Schamanismus gibt es das sogenannte Cutting. Eine Arbeit die mit dem Trennen von Aka-Schnüren zu tun hat. An etwas hängen, nicht loslassen können ist das Merkmal einer ausge-prägten Aka-Schnur.

Der Aka-Körper vom Mittleren Selbst ist nicht so dicht wie der von Unihipili. Er ist die Blaupause für das mittlere Selbst.

Der Schattenkörper des Hohen Selbst wird in der Kunst als Heili-genschein dargestellt. Da wirkt wohl ein intuitives Wissen. Verständlich, wenn wir uns die Eigenschaften von Aumakua ver-gegenwärtigen.

Alle drei Aka – oder Schattenkörper der Selbste sind über Aka-Schnüre miteinander verbunden. Aber einen direkten Kommuni-kationskanal hat nur das Untere zum Hohen Selbst. Was daraus resultiert, darauf komme ich nachher noch zu sprechen.

Weiterhin fand Max Freedom Long heraus, dass die Hawaiianer eine andere Art des Betens, als die Weissen haben. Die Gebets-handlung der Hawaiianer ist ein einfaches, logisch gegliedertes Vorgehen, das in der Regel wiederholt und mit vollen Engagement ausgeführt wird.

So stellt sich der oder die Hawaiianerin, ihren Gebetswunsch bildlich in allen Einzelheiten vor , übergibt ihn über das Untere Selbst mit einer großen Portion Lebenskraft den Aka-Schnüren hinauf an das Hohe Selbst. Aumakua sorgt dann für die Erfüllung des Wunsches.

Hört sich einfach an, ist es auch, aber…..

Wenn das Untere Selbst die Weitergabe des Gebetsbildes verweigert, dann müssen wir dem auf den Grund gehen.

Manchmal hat das Untere Selbst ein schlechtes Gewissen, dem Mittleren oder dem Hohen Selbst gegenüber.

Die meisten Menschen nehmen es mit der Moral nicht sehr genau. Da versucht im täglichen Geschäft einer den anderen über`s Ohr zu hauen, die einst auf ewig geschworene Treue in der Ehe ist längst vergessen, das Finanzamt erfährt auch nicht alles usw. Hinzu kommt, dass viele in der Kindheit mit ethischen Vorgaben konfrontiert wurden, die so streng waren, dass sie früher oder später dagegen verstoßen mussten. Das Mittlere Selbst kann derartige Vorkommnisse verdrängen oder sich einreden, dass es sich um angemessene und völlig korrekte Verhaltensweisen handelt. Das Untere Selbst hingegen empfindet manchmal in diesen Fällen Schuldgefühle und blockiert die Weitergabe des Gebetsbildes an das Hohe Selbst, so dass die gewünschten Ergebnisse nicht eintreten können (oder sogar das Gegenteil passiert, wenn wir zu Bestrafungstendenzen neigen!).

Hier muß das Mittlere Selbst Schuldfixierungen aus der Kindheit durch Überzeugungsarbeit lösen, es muß federführend werden und diese ganze Arbeit angehen.

Diesen ganzen Vorgang nennt man auf Hawaii Kalareinigung, es bedeutet jemanden von einem bösen Einfluß befreien, geistige Reinigung betreiben und wieder Licht (durchlässig) werden.

Genaueres können sie in meinem Seminar Huna 1 erfahren.

In diesem Seminar bringe ich ihnen die ganzen Zusammenhänge und Technik an einem Tag durch Einweihungen und Übungen bei. Ich haben lange Jahre bei meiner damaligen Lehrerin an einem Arbeitskreis für Huna teilgenommen und bemerkt, dass manche Teilnehmer es sofort konnten, manche sich aber erst länger mit den Blockaden des unteren Selbst auseinandersetzen mussten. Auf Grund meiner Ausbildung in Blockaden – Auflösungen, werde ich jedem Teilnehmer helfen können, mit seinem Hohen Selbst Kontakt aufzunehmen und mit der Huna – Technik wirkungsvoll zu arbeiten.

Wer Näheres dazu erfahren möchte oder persönlich mit Huna arbeiten will, den verweise ich auf die Seite des Autors:

http://www.huna-lehrer.de

http://magie-blog.com
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